Text zum Video 12.12.2007: Regierungsbilanz 2007
Videobotschaft des Bundeskanzlers Dr. Alfred Gusenbauer zur Regierungsbilanz des Jahres 2007.
Videobotschaft des Bundeskanzlers Dr. Alfred Gusenbauer zur Regierungsbilanz des Jahres 2007.
Liebe Österreicherinnen und Österreicher.
Es war Ihr Verdienst, dass Österreich, die österreichische Wirtschaft heuer so gut gewachsen sind, mehr als in den anderen europäischen Staaten. Wichtig ist, dass alle, die beitragen zu diesem starken Wachstum, auch etwas davon haben. Daher sehe ich meine Hauptaufgabe in der Sicherstellung der sozialen Balance und der sozialen Gerechtigkeit in Österreich. Ich freue mich darüber, dass die Gewerkschaften gute Lohnabschlüsse erzielen konnten. Dass es auch gelungen ist, in Österreich einen Mindestlohn von 1.000 Euro für Vollzeitarbeit zu vereinbaren. Wir haben dafür gesorgt, dass es in Österreich keine Pensionen mehr gibt unter der Armutsgrenze und zum Unterschied von anderen Ländern, wo die Teuerungsrate nicht abgegolten wird, werden bei uns die Pensionen mit der Teuerungsrate abgegolten. Denn wirtschaftlich gute Zeiten sollen auch sozial gute Zeiten sein. Wir denken aber auch an morgen. Wir denken an die Zukunft und die Chancen unserer Kinder und Jugendlichen. Daher war es für uns ganz wichtig, die Klassen in Österreich kleiner zu machen, damit die Lehrkräfte mehr Zeit haben, sich mit den Kindern auseinanderzusetzen. Wir haben das Kindergeld flexibilisiert und Millionen investiert in neue Kinderbetreuungseinrichtungen, damit Familie, Kind und Beruf miteinander vereinbar sind, auch mehr Frauen die Chance haben, wieder rechtzeitig und früher auf den Arbeitsmarkt zurückkehren zu können. Wir sind der Meinung, dass wir, in einer wirtschaftlich guten Situation, heute bereits die Grundlagen für ein erfolgreiches Morgen setzen müssen. Aber wir sollten dabei nie vergessen, was ganz besonders wichtig ist. Es ist die Gesundheit und die Gesundheitsvorsorge. Wir wollen den Weg in die Zweiklassenmedizin nicht fortsetzen. Daher gibt es in Österreich einen Kurswechsel. Ab dem 1. Jänner werden die Rezeptgebühren beschränkt mit zwei Prozent des monatlichen Nettoeinkommens. Das bedeutet für viele ältere Menschen eine ganz enorme Entlastung, weil damit Gesundheit bei uns leistbar bleibt.
Liebe Österreicherinnen und Österreicher.
Wir haben in diesem Jahr gemeinsam fleißig gearbeitet, vieles auf den Weg gebracht und viele andere beneiden uns heute, weil dieser erfolgreiche Weg in Österreich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial dazu beiträgt, dass es mehr Menschen in unserem Land besser geht.